Europäischer Innovationsrat (EIC): EIC Board positioniert sich zu Horizont Europa (2028–2034)
15.09.2026
Der Vorstand des Europäischen Innovationsrats (EIC Board) hat am 15. September 2026 eine Stellungnahme zu den laufenden Verhandlungen über Horizont Europa (2028–2034) veröffentlicht.
Das EIC Board berät als unabhängiges Expertengremium zu Strategie, Projektauswahl und Umsetzung des Programms. Um die Handlungsfähigkeit des EIC ab 2028 zu sichern, empfiehlt das Board vier zentrale Maßnahmen:
- Agilität für Deep Tech-Innovationen: Risikoreiche, wirkungsstarke Vorhaben sollen durch mehr Flexibilität und eine gestärkte Rolle der EIC-Programmmanager unterstützt werden – angelehnt an einen ARPA-ähnlichen Ansatz mit klaren Challenges und schnelleren Übergängen zwischen Instrumenten.
- Integrität des EIC-Fonds wahren: Der bestehende EIC-Fonds soll auch künftig Projekte verlässlich begleiten, nicht zuletzt, weil viele geförderte Unternehmen bereits private Venture Capital-Co-Investoren an Bord haben.
- Dual Use-Technologien gezielt fördern: Der künftige EIC soll Technologien unterstützen, die sowohl zivile als auch verteidigungspolitische Anwendungen haben.
- Bottom Up-Strategie stärken: Eine offene, nachfragegetriebene Förderlogik soll erhalten und ausgebaut werden, um Innovationsökosysteme und Wertschöpfungsketten gezielt zu fördern.
Das Board begrüßt den aktuellen Teilerfolg in den Verhandlungen – die Annahme des Partial General Approach (PGA) durch den Rat –, mahnt jedoch an, dass noch viele neue Elemente des Kommissionsvorschlags und des PGA konkretisiert werden müssen, um eine Verwässerung der künftigen EIC-Wirkung zu vermeiden.
Quelle: Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen bei der Europäischen Union
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