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Reformierung und Stärkung des europäischen Forschungs- und Innovationssystems: Europäische Kommission veröffentlicht Scoreboard zur Erreichung der Prioritäten des Europäischen Forschungsraums (ERA)

24.06.2026

Die Ausgabe 2025 des ERA Scoreboards gibt einen umfassenden Überblick über den Fortschritt bei den ERA-Prioritäten auf EU-27- und Länderebene. Insgesamt zeigt sich eine Konsolidierung zentraler Stärken des Europäischen Forschungsraums, zugleich bestehen weiterhin strukturelle Herausforderungen.

Deutliche Fortschritte gibt es vor allem im Bereich Open Science sowie in der internationalen Zusammenarbeit, etwa durch starke Co-Publikationen und grenzüberschreitende Vernetzung. Auch der Zugang zu Forschungsinfrastrukturen hat sich verbessert.

Gleichzeitig bleiben strukturelle Schwächen bestehen: Geschlechtergerechtigkeit und Inklusion machen Fortschritte, aber es bestehen Unterschiede zwischen den Ländern. Auch bei Forschungsinfrastrukturen variiert das Engagement der Mitgliedstaaten. Die Mobilität von Forschenden ist noch immer unausgewogen und konzentriert sich auf wenige Länder. Zudem ist die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in den Mitgliedstaaten nach wie vor uneinheitlich.

Im Bereich gesellschaftlicher, grüner und digitaler Herausforderungen zeigt sich ein gemischtes Bild: Öffentliche Investitionen und politische Aufmerksamkeit bleiben stabil, jedoch verlangsamt sich die Innovationsdynamik und die Umsetzung unterscheidet sich stark zwischen Ländern.

Für die Widening-Länder bestätigt das Scoreboard langfristige Aufholprozesse, etwa bei F&E-Investitionen, Teilnahme an Horizont-Europa-Programmen und Innovationsleistung. Allerdings ist zuletzt ein Nachlassen der Dynamik zu beobachten und der Abstand zu den innovationsstärkeren Ländern besteht weiterhin.

Schließlich zeigen die Indikatoren zu koordinierten F&I-Investitionen und Reformen weiterhin Herausforderungen: Die öffentlich-private Kofinanzierung von Forschung und Entwicklung bleibt im Großen und Ganzen stabil, wobei in jüngster Zeit nur begrenzte Verbesserungen zu verzeichnen sind und Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern bestehen. Ebenso hat sich die Koordination von F&I-Investitionen durch transnationale und multilaterale Programme nach früheren Rückgängen wieder erholt, allerdings sind diese Investitionen heterogener verteilt.

Quelle: KoWi
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