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EU-Innovationsförderung: Rechnungshof fordert mehr Fokus auf Marktreife und Skalierung

26.10.2026

Am 15. Oktober 2026 hat der Europäische Rechnungshof den Sonderbericht „EU-Fördermittel für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit“ veröffentlicht. Untersucht wurde die Wirksamkeit marktnaher Fördermaßnahmen im Horizont 2020-Schwerpunkt „Führende Rolle der Industrie“; die Ergebnisse sollen in die Ausgestaltung von Horizont Europa 2028–2034 und des geplanten Europäischen Fonds für Wettbewerbsfähigkeit (ECF) einfließen.

In dem Bericht bewertet der Rechnungshof die bisherige Förderung als nicht ausreichend auf Projekte mit hohem Innovations- und Skalierungspotenzial ausgerichtet. Viele Maßnahmen konzentrierten sich auf mittlere Technologie-Reifegrade; der Übergang von Forschungsergebnissen zu Markteinführung und Skalierung wurde daher nur begrenzt unterstützt.
Zudem fehlte eine systematische, langfristige Erfassung der Auswirkungen auf Innovationskapazität und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der geförderten Unternehmen. KMU waren zwar stark an Projekten beteiligt, führten Kooperationsprojekte aber selten an und hatten dadurch weniger Einfluss auf Verwertung und kommerzielle Nutzung der Ergebnisse.

Mit Blick auf die kommende Förderperiode 2028-2034 und die geplante enge Verknüpfung von Horizont Europa und ECF empfiehlt der Rechnungshof:

  • Marktnahe Förderung stärker auf höhere Technologie-Reifegrade auszurichten.
  • Projekte mit hohem Markt- und Skalierungspotenzial systematisch zu identifizieren und anschließend gezielt weiterzufördern.
  • Technologietransfer, Markteinführung sowie Verbreitung und Nutzung von Ergebnissen – insbesondere für KMU – zu stärken.
  • Eine bessere langfristige Erfolgskontrolle aufzubauen, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Innovationskapazität der Teilnehmenden misst.

Die Empfehlungen sind vor allem für die Programmgestaltung und Umsetzung ab 2028 relevant.

Quelle: EU-Büro des BMFTR
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